Wie wäre es mit…
Es ist noch gar nicht lange her, da hatte fast jeder neben anderen verbreiteten Bankprodukten mindestens auch einen Festgeldvertrag in seinem Portfolio. Gelder, die keine bestimmte Rolle für die absehbare, kommende Zeit spielen sollten, wurden mit einer individuell vereinbarten Laufzeit fest angelegt. Der Vorteil, den dieses Modell hatte, war, dass es sehr übersichtlich und dadurch leicht verständlich war. Und zudem konnten gerade in Phasen mit hohem Zinsniveau beachtliche und äußerst attraktive Vergütungen angeboten werden.
Aber nicht zuletzt in Niedrigzinsphasen verliert dieser Klassiker unter den konservativen und auf Sicherheit ausgerichteten Anlageprodukten an Stellenwert. Sobald die bestandsorientierten Angebote nicht mehr mit Aufschlägen über dem Inflationsniveau locken können, bricht die Nachfrage ein. Insbesondere Anlagen, für die man sein Erspartes mittel- bis langfristig aus der Hand geben muss, haben dann kaum eine Chance. Wer sollte sein Geld fest verbriefen, so noch nur unter beachtlichen Verlustgefahren vorzeitig auf sein Kapital zugreifen können und dafür eine meist geringe Vergütung in Kauf nehmen?
Spätestens dann schlägt die Stunde des Tagesgeldes. Diese Innovation ist noch gar nicht allzu alt. Einen Boom erlebte dieses Konstrukt erst im neuen Jahrtausend. Und das völlig zu Recht. Denn das Tagesgeld hat gegenüber dem Festgeld einige frappante Vorteile.
Aber zuerst soll kurz erläutert werden, was Tagesgeld und das entsprechende Konto im Prinzip eigentlich bedeuten. In die Klasse der Konten gehört es, da es vom Handling her dem Girokonto ähnelt. Genauso flexibel wie das Alltags- und Arbeitsdepot ist der Zugriff allzeit möglich. Dies wird ganz erheblich durch die Schnelligkeit des modernen Internetbankings gefördert. Zwar können auf dem Tagesgeldkonto lediglich Umbuchungen von beziehungsweise auf ein frei wählbares Verrechnungsdepot vorgenommen werden, aber das geschieht heutzutage in kürzester Zeit. Im Gegensatz zum Sparbuch und Festgeld darf uneingeschränkt und im vollen Umfang über das Ersparte verfügen werden. In der Regel entstehen keinerlei Transaktionsgebühren und eine monatliche Grundgebühr wird auch nur in den seltensten Fällen erhoben. Im Online-Markt ist dies meist sogar ausgeschlossen. Durch dieses Maximum an Flexibilität und Verfügbarkeit ist es optimal zur kurzfristigen Geldanlage geeignet und belohnt den Kunden mit attraktiven Zinsaufschlägen.
Nutzen Sie einen Vergleichsrechner nutzen, um das beste Angebot herauszufiltern. Dieses variiert zum Teil sogar bei verschiedenen Anlagebeträgen, das heißt, ein Anbieter, der bei einer Anlage einer Summe x in vierstelliger Höhe das interessanteste Angebot hat, muss nicht automatisch auch die beste Adresse bei einer fünfstelligen Anlage sein.
Einige Online-Banken zahlen die anfallenden Zinsen vierteljährlich aus, andere jährlich. Bei den ersteren können Sie somit auch vom Zinseszins profitieren. Der Zinssatz beim Festgeld ist oft nicht wesentlich höher als beim Tagesgeld. Somit kann es um einiges sinnvoller sein, sich den täglichen Zugriff zu erhalten. Überlegen Sie genau, ob Sie Ihr Geld für ein halbes, ein Jahr oder sogar länger festlegen oder lieber die interessante Parkmöglichkeit eines Tagesgeldkontos wahrnehmen wollen.
